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SEL SPEAKS UP: ABOUT MIDDLE EASTERN GENDER ROLES. AM I A FEMINIST NOW?

10/13/2016


Feminist, crusader, reformer. Terms you can't get around when someone even thinks about opening a discussion about gender roles. But more importantly labels that seem not to go very well with terms like 'arranged marriage' or 'dependence'. And somewhere between those two fields there lies relatiy. The average. And of course the unmistakable claim: 'Classical gender roles are out. They're not a thing anymore.' Or are they? Better said: Or are they (still) somewhere? Do all women want to be indepentent?

Feministin, Frauenrechtlerin, Emanze. Begriffe, um die Frau nicht herumkommt, sobald sie auch nur daran denkt, eine Diskussion über Geschlechterrollen zu beginnen. Aber noch viel entscheidender, Labels, die mit Begriffen wie 'arrangierte Ehe' oder 'Abhängigkeit' praktisch unvereinbar sind. Und irgendwo zwischen diesen Feldern liegt die Realität. Der Durschschnitt. Und natürlich der laute Ausruf: 'Klassische Geschlechterrollen sind Out!' Aber sind sie das wirklich? Oder besser gesagt: Sind sie das überall? Wollen tatsächlich ALLE Frauen unabhägig sein?



Fortunatelly reality can picture an emancipated woman nowadays but as soon as you start walking the European edge tables can also turn. From women tho fight for their rights loudly to women that don't even want to claim their rights. Women that insist on classical gender roles and don't have a problem with spending their husband's money.

Die Realität kann heutzutage zum Glück emanzipierte Frauen darstellen, aber sobald wir über den europäischen Tellerrand blicken, kann sich das Blatt auch wenden. Von Frauen, die laut für ihre Rechte kämpfen, zu Frauen, die ihre Rechte garnicht beanspruchen wollen. Frauen, die auf die klaissischen Geschlechterrollen bestehen und sich gerne auf dem Portemonnaie ihres Mannes ausruhen.



Somewhere between Persian prayer rugs and German liberalness I got to know two different cultures. Today I want to talk about the middle eastern one and a bizarre  attitude towards gender roles and marriage ideals that have caused me headaches from a young age on.

Irgendwo zwischen persischen Gebetsteppichen und der Deutschen Freizügigkeit durfte ich zwei verschiedene Kulturen kennenlernen. Heute möchte ich über die mittelöstliche und ein äußerst bizarres Geschlechterspiel sprechen, das mir schon früh Kopfschmerzen bereitete.

culotte: 'freeing feminist garment for women' (blogpost here)


To this day I don't get how women can even feel the need to marry the richest man they meet. How they can make this and this only their life goal. Even nowadays when arranged marriages aren't really a thing anymore. And I am saying 'really' because unfortunatelly I can't generalize that. I can only talk about what I've experienced and heard from my own relatives.

Bis heute ist es mir ein Rätsel, wie Frauen überhaupt den Wunsch haben können den wohlhabensten Mann zu heirtaten, der ihnen über den Weg läuft. Wie sie dies und nur dies gar zu ihrem Lebensziel machen können. Sogar heutzutage, wo arrangierte Ehen nicht mehr wirklich ein Ding sind. Und ich sage 'wirklich', da ich das leider nicht verallgemeinern kann. Ich spreche in dem Fall von meinen eigenen Erfahrungen bzw. Geschichten, die ich von meinen eigenen Verwandten gehört habe.


photo credit: Sebastian Lehner / Instagram / Facebook


I think I can call myself lucky for having a family that's quite open and tolerant compared to other middle eastern families. An arranged marriage would never in a million years be something my parents would even consider for my future but there are still parts of my family that are more consrvative and stick to old thought patterns. But before I share my anger and frustration with you I'll quickly explain what I am even referring to here before someone goes around saying women are being supressed in middle eastern countries beacause that's definitely not what I'm trying to say! 

Ich denke ich kann mich glücklich schätzen, dass ich in einer vergleichsweise toleranten und offenen mittelöstlichen Familie aufgewachsen bin. Eine arrangierte Ehe würde für mich persönlich auch in tausend Jahren niemals zur Debatte stehen, aber dennoch gibt es Verwandte, die immer noch etwas konservativer sind und auf alten Mustern beharren. Aber bevor ich in Rage gerate will ich noch kurz meinen Punkt darlegen, bevor mir hier noch irgendwer das Wort im Mund umdreht und behauptet Frauen im mittleren Osten würden ja unterdrückt werden. Das will ich nämlich beim besten Willen nicht mit dem heutigen Post sagen! 




Actually in most middle eastern countries women are treated like princesses and queens. Let's do everything for our daughters and let's take the best care possible. So far so good. But maybe that's the whole problem in the first place?! What I hear and see a lot is that so many beautiful and intelligent women throw away their whole career to settle down with some guy they are not even attracted to (I acutally heard one girl say she thought her fiancé was 'UGLY' - Not my words, that's really what she said!!! Like can you believe that??). Just because he's got some key features that fit their future plans. A nice family, a nice house, a nice job. Something like this. And what's even more shocking is that they somehow even enjoy the path they're choosing. They are even going to university and get the highest degree possible although they know they are never going to use it in real life. How weird is that? And how pathetic is it? I'm sorry but I don't see any point in such behavior. How can you want to give up EVERYTHING you worked for - basically give up your whole self - for a marriage. For a life that looks nice? 

Tatsächlich werden Frauen in den meisten Teilen des mittleren Ostens wie Prinzessinnen und Königinnen behandelt. Lasset uns alles für unsere Töchter tun und lasset uns bestmöglich um sie kümmern. Soweit so gut. Aber vielleicht ist gerade dieses 'Auf Seide betten' des Problems' Beginn? Was ich oft sehe und höre ist, dass sich wirklich wunderschöne, intelligente junge Frauen mit jemandem niederlassen, den sie nicht einmal attraktiv finden (Ich habe einmal eine junge Frau sagen gehört, sie würde ihren Zukünfigten 'HÄSSLICH' finden - nicht meine Worte, das hat sie tatsächlich gesagt!!! Ich meine könnt ihr das glauben???). Nur weil er irgendwelche Key Features hat, die gut in ihren Lebensplan passen. Eine nette Familie, ein nettes Haus, ein netter Job. Und was noch viel schlimmer ist, ist dass sie dieses selbsterwählte Leben auch noch genießen. Sie studieren sogar, versuchen den bestmöglichsten Abschluss zu erzielen, obwohl sie genau wissen, dass sie ihn niemals im echten Leben brauchen werden. Wie komisch ist das? Und wie armseelig ist das? Es tut mir ja leid, aber ich sehe absolut keinen Sinn in diesem Verhalten. Ich meine, wie kann man ALLES für eine Ehe aufgeben wollen. Wie kann man sich selbst für jemanden aufgeben wollen. Für ein Leben, das einfach nur schön aussieht?



SHOP MY LOOK 

blouse - Zara
pants - Zara (similar here)
shoes - Adidas Stan Smith (here)


What I find really sad isn't the fact that men are working and women are living the housewife life. It are just too many reasons why this whole attitude is devastating: Those women not only seemingly don't care enough about themselves, they also don't care about womenhood in general. Those women don't even want to worship what our sisters have fought for. Our independence. Our right to exist despite the men by our sides. And for the optimists and hopeless romantics amongst you: they don't believe in true love. I even asked one of my relatives once: 'But how can she marry him if she doesn't even love him? Don't you believe in true love.' and the answer was: 'True love only exists in movies. She has to think about what's best for her future realistically.' So there are many points you can lean on here, just pick the one that suits you best.

As for myself I can only say one thing either way and call me crazy but I'd rather die alone than be with someone who I'm not fully convinced of. And more imporantly I'd rather die poor and independent than with my husband's credit card in my hand.



Was ich so traurig finde, ist nicht die Tatsäche, dass Männer arbeiten und Frauen die klassische Hausfrau spielen. Es sind so viele Gründe, die mich erschüttern: Diese Frauen scheinen nicht nur zu wenig von sich selbst zu halten, sondern ihnen ist wohl auch das Frauenbild an sich total egal. Diese Frauen wollen das, wofür unsere Schwestern einst kämpfen nicht einmal ehren. Unsere Unabhängigkeit. Unser Recht eigenständig zu existieren, unabhängig von den Männern an unserer Seite. Und für die Optimisten und hoffnungslosen Romantiker unter euch: Diese Frauen glaube ncith an die wahre Liebe. Ich habe tatsächlich mal einen Verwandten gefragt: 'Aber wie kann sie ihn heiraten, wenn sie ihn nicht liebt? Glaubst du nicht an die große Liebe?' und die Antwort war 'Nein, die große Liebe existiert nur in Filmen. Sie muss ernsthaft darüber nachdenken, was für ihre Zukunft am besten ist, da hat Liebe keinen Platz.'. So viele Punkte, auf die man sich stützen kann, man muss sich nur aussuchen, welches Argument einem am meisten zusagt.

Für meinen Teil kann ich nur eines sagen und nennt mich verrückt, aber ich würde lieber alleine sterben, als mit jemandem von dem ich nicht voll und ganz überzeugt bin. Und noch viel wichtiger würde ich lieber arm und unabhägig sterben, als mit der Kreditkarte meines Mannes in der Hand.

Kommentare

  1. Wirklich unglaublich, was du erzählst. Kommt einem gar nicht real vor und doch ist es gar nicht so weit weg.
    Wahnsinn, wie unterschiedlich die Kulturen doch sein können...
    Zum Outfit & den Bildern: Mega!
    Die Location ist echt cool :)

    xx, Emma
    www.emmaemsn.com

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar meine Liebe <3 Ja, das stimmt. So verschieden und doch so nah!
      xx

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  2. Hallo liebe Selin! Ich mag es, dass du solche wichtigen Themen ansprichst. Dein Post finde ich großartig <3
    Liebe Grüße,
    Marina
    http://fashiontipp.com

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    1. Vielen Vielen Dank, liebe Marina! Das freut mich wirklich sehr zu hören. <3
      xx

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  3. Ich finde es wirklich sehr interessant was du bereits für Erfahrungen gemacht hast. Ich kenne es aber auch, das Frauen gerne arbeiten wollen, es aber nicht dürfen, weil ihre Männer es ihnen verbieten. Ich glaube das die Kultur und auch die Religion mit der man aufgezogen und auch geprägt wurde, ganz entscheidend für dieses Verhalten ist. Nur sehr starke Persönlichkeiten gehen ihren eigenen Weg und widersetzen sich (teilw.) sogar ihrer Familie.

    Darüber können wir gerne mal bei einem Kaffee tiefer diskutieren. Ich finde es toll, dass du so tiefsinnige Themen hier aufgreifst! Das ist doch mal eine tolle Abwechslung zur doch "oberflächlichen" Mode.

    Küsschen :*

    Vivi | www.therubinrose.de

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    1. Dankeschön für deinen Kommentar Vivi! :) Besonders traurig finde ich es einfach, dass diese Muster noch so eingeprägt sind, obwohl das heutzutage nicht mal mehr von 'der Frau' erwartet wird. Warum die Freiheit nicht annehmen, wenn man sie hat? Mir unverständlich. Aber ja, darüber reden wir gerne nochmal bei einem Käffchen.
      Ganz liebe Grüße und bis Morgen <3

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Published by Selin Mina. Powered by Blogger.

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